Quecksilber

Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde für der Spiegelherstellung Quecksilber verwendet. Die Produktionsstätten wurden dabei weitgehend mit Quecksilber verunreinigt. das Quecksilber verbreitete sich dabei hauptsächlich durch Einsickern in die Fehlböden der Belegsäle, Durchsickern in untere Stockwerke und durch die Verbreitung von hochbelastetem Staub.

In Zentren der früheren Spiegelproduktion wie z. B. der Stadt Fürth sind so eine Vielzahl der innerstädtischen Gebäude durch hochgiftiges Quecksilber kontaminiert worden.

Besonders stark kontaminiert wurden der Bodenfüllsand, Wandputz, Fugenstaub, Holzbretter und Tragbalken der alten Bausubstanz. Aber auch neuere Einbauten wie Rigipsplatten, Decken- und Wandbekleidungen, parkettböden wurden kontaminiert, da Quecksilber durch Verdampfen von elementarem Quecksilber und durch Anlagerung an Feinstaub in die Raumluft gelangte und sich dadurch überall verteilen konnte.

Quecksilber wurde aber auch in vielen Messgeräten und Fieberthermometern eingesetzt. So bedurfte es auch bei der Entkernung des Heizwerkes in Lager Hammelburg eines gesonderten, gesicherten Ausbaus sowie der Sonderabfallentsorgung von quecksilberhaltigen Armaturen.



 

Impressum: Michael Hartlieb Umwelt Planung, Buchfinkenweg 5, 90768 Fürth, fon: +499119772994 fax: +499119772995